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© Grant Woodruff at Renowned Group Warum Ein Einseitig-Kamin Zum Offenen Wohnen Passt
Offene Grundrisse gehören nach wie vor zu den beständigsten Formaten im Wohndesign und werden besonders häufig eingesetzt, um Küchen- und Wohnbereiche miteinander zu verbinden, wie die Redaktion von Dezeen über Jahre hinweg in zahlreichen Projektberichten dokumentiert hat. Dieses Format tauscht Abgeschlossenheit gegen Verbindung, und dieser Tausch hat seinen Preis: Wo keine Wände die Zonen trennen, entsteht auch kein natürlicher Mittelpunkt. Möbel lassen sich umstellen, der Fernseher wandert, der Esstisch rückt. Nichts ist festgelegt.
Ein einseitig-Kamin gibt dem Raum diesen festen Punkt. Anders als ein doppelseitiger Kamin oder ein offenes Feuerformat bündelt er die Flamme in einer gerahmten Ansicht, sodass die Aufmerksamkeit nicht zwischen zwei Zonen aufgeteilt wird, die um dasselbe Feuer konkurrieren. Der Loungebereich erhält den vollen Blick; Küche und Essbereich nehmen das Leuchten am Rand ihrer Sichtlinie wahr. Wenn Sie noch zwischen einer oder zwei Sichtseiten abwägen, sollte diese Entscheidung vor der Platzierung fallen, denn die Art der Sicht auf das Feuer prägt alles, was folgt.
Die andere Qualität, die dieses Format in offenen Grundrissen so überzeugend macht, liegt in dem, was es nicht benötigt. Eine Bioethanol-Einheit mit einseitiger Ansicht brennt ohne Abzug, Schornstein, Gasleitung oder fest verdrahteten Anschluss. Damit beginnt die Platzierungsfrage bei der gestalterischen Absicht und nicht dort, wo Leitungen zufällig verlaufen. ArchDaily stellte in seiner 2025 erschienenen redaktionellen Betrachtung von Kaminen in der Architektur fest, dass Bioethanol-Systeme gerade deshalb größere Freiheit in Form und Platzierung ermöglichen, weil sie die Abhängigkeit von Schornsteinen und traditioneller Belüftung aufheben, und dass die Feuerstelle in offenen Grundrissen Intimität schafft. Auf dieser Flexibilität baut der weitere Artikel auf.

